Operation: StockTransmitB2B

Verfügbarkeit

Ein typisches Szenario ist, dass ein Lieferant auf seiner Marken-Website seine Produkte vorstellt und dabei Händler nennt, die seine Produkte führen (z. B. BikeLocal). Der Lieferant kann Kunden die Verfügbarkeit einzelner Produkte bei jeweiligen Händlern vor Ort anzeigen, wenn diese ihm die Verfügbarkeit oder den Bestand der Produkte übermitteln.

Beispiel: Fahrradhersteller XYZbike zeigt seine Fahrräder auf seiner Website. Ein Kunde möchte gerne ein Rad Probe fahren und sucht einen Händler in seiner Nähe. Er gibt auf der Markenhomepage des Lieferanten seine PLZ ein und bekommt einen Händler in seiner Nähe angezeigt, bei dem angegeben ist, dass das Rad derzeit in der richtigen Variante im Geschäft steht.
Hier reicht es in der Regel, wenn Verfügbarkeiten übermittelt werden.

Bestand

Ein weiteres denkbares Szenario ist, dass ein Lieferant mit Radhändlern ein Abkommen über ein automatisches Bestellwesen mit Mindestlagermengen im Geschäft vereinbart:

Im Rahmen eines Shop-in-Shop-Systems bestückt der Lieferant eine SB-Waren-Wand und schickt immer dann Nachschub, wenn der Bestand der Ware unter eine festgelegte Mindestlagermenge fällt. Die Bestände werden gemäß dem Abverkauf regelmäßig aktualisiert und an den Lieferanten übertragen. (Die Steuerung der Mindestlagermengen geschieht in der WaWi.) Hier muss zwingend der Bestand übermittelt werden.


Für beide Szenarien gilt:

Artikelidentifikation (StockTransmitB2BLine)

Zur Identifikation eines Artikels reicht die Bestellnummer des Lieferanten (SellersItemIdentification), da diese beiden Partnern bekannt ist. Die Angabe ist Pflicht. Es kann auch sinnvoll sein, die Artikelnummer des Händlers (BuyersItemIdentification) zu übermitteln, um bei der Response des Servers eine eindeutige Identifikation des Artikels in der Warenwirtschaft des Händlers zu ermöglichen. (Der Artikel könnte in der WaWi des Händlers doppelt mit zwei unterschiedlichen Nummern angelegt sein.) Die Angabe ist optional.

Übermittlung (StockTransmitB2BRequest)

Bei der Übermittlung (StockTransmitB2BRequest) ist ein Zeitpunkt anzugeben und ob es sich um einen vollständigen oder einen inkrementellen Upload handelt. (FrequenceType)

Pro Artikel muss neben den IDs mindestens die Verfügbarkeit übermittelt werden, die folgenden Werten entsprechen kann:

  1. = verfügbar

  2. = begrenzt verfügbar

  3. = nicht verfügbar.

Zusätzlich kann der Bestand übertragen werden. (StockTransmitB2BLine)


Verarbeitung Server

Bei einem Komplett-Upload speichert der Server die Daten und löscht sämtliche zuvor gespeicherten Daten – unabhängig davon, ob der neue Upload im gleichen Umfang bzw. mit den gleichen Artikeln erfolgt. Bei einem inkrementellen Upload überschreibt der Server nur die Daten jener Artikel, für die ein neuer Wert gesendet wird.

Die Daten behalten ihre Gültigkeit bis zum folgenden Komplett-Upload oder bis sie von einem inkrementellen Upload überschrieben werden.


Antwort (StockTransmitB2BResponse)

Der Server muss in einer ersten, sofortigen Antwort (StockTransmitB2BResponse) den Eingang bzw. die Verarbeitung des Uploads bestätigen und eine Transaktions-ID übermitteln.

 

Hierbei gelten folgende Transaction States:

  • 84 = Daten werden importiert

  • 85 = Daten wurden Importiert, ab jetzt kann der Status der Items zurückgeliefert werden

  • 184 = Transaktion geschlossen. Items können nicht mehr zurückgeliefert werden

ItemStatus

Verarbeitungsprotokoll (GetItemStatusStockTransmitB2BRequest)

Nach einem erfolgreichen StockTransmit holt sich die Wawi des Händlers mit der entsprechenden Transaktion-ID Transaktions-ID per Request (GetItemStatusStockTransmitB2BRequest) ein Protokoll der Verarbeitung.

Hierbei gelten folgende Transaction States:

  • 430 = Transaktion läuft noch

  • 200 = Transaktion abgeschlossen

 

Antwort (GetItemStatusStockTransmitB2BResponse)

Die Antwort (GetItemStatusStockTransmitB2BResponse) ist in Form einer Artikel-Liste (StockTransmitB2BResponseLine) mit folgenden Angaben pro Artikel:

  • Lieferantenartikelnummer (SellersItemIdentification) Pflicht

  • Händlerartikelnummer (BuyersItemIdentification) (wenn im Request übertragen)

  • Der Artikel wurde beim Lieferanten gefunden (true) oder nicht gefunden (false)

Die Liste kann in Pakete aufgeteilt sein, die Client und Server miteinander aushandeln
(vergleichbar mit der Transaktion TextSearch).